18 | 01 | 2018
FFH - Sparkassen-Handballcup 2017

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Ägypten bereitet sich auf Afrikameisterschaften vor

Kurzfristig stehen 2016 die Afrikameisterschaft im eigenen Land und dann natürlich auch die Qualifikation für die Olympischen Spiele von Rio de Janeiro im Blickfeld der ägyptischen Nationalmannschaft. Die Nordafrikaner müssen aber auch schon den Fokus ein wenig in die nähere Zukunft richten, denn 2021 hofft man erneut auf die Ausrichtung einer Weltmeisterschaft.
Die Chancen stehen gut, zuletzt fand 2005 eine WM auf dem afrikanischen Kontinent statt, das letzte interkontinentale Großturnier im Land von IHF-Präsident Hassan Moustapha wurde 1999 ausgetragen. Die Spielergeneration von heute wurde damals geprägt, die Routiniers von heute waren damals zwischen 6 und 15 Jahren alt.
Gegenüber der jüngsten WM hat sich der Kader der Ägypter kaum verändert. Insgesamt zwölf  Akteure waren beim letzten Großturnier im Scheichtum dabei und überraschten damals mit einem Sieg über Tschechien und einem Remis gegen Schweden. Auch gegen Frankreich und Island schlug man sich damals wacker, im Achtelfinale war dann aber Deutschland eine Nummer zu groß und am Ende sprang so nur der 14. Platz heraus.
Trainer Marwan Ragab greift im Tor auf den starken Rückhalt Karim Hendawy bauen und hat auf dem rechten Flügel mit Mahmoud Radwan und Mohamed Amer ein starkes Duo zur Verfügung. Im Rückraum können sich vor allem der letztjährige Flensburger Ahmed El Ahmar, der sich auf halbrechts die Einsatzzeit mit Mamdouh Abouebaid  teilt sowie der mit auffallendem Haarschopf spielende Mohamed Aly beweisen. Gekonnt in Szene gesetzt  werden diese immer wieder durch die Spielmacher Mohamed Hashem und Mohamed El Basyouni.
Die körperliche Unterlegenheit (Durchschnittsgröße 1,85 m) gleicht man mit einer aggressiven Abwehr aus, die die Mannschaft bei der WM ans Ende der Fairplay-Wertung brachte. Daraus ergaben sich allerdings auch gute Gegenstoßchancen, die die Ägypter konsequent  nutzten.

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