18 | 12 | 2017
FFH - Sparkassen-Handballcup 2017

Funkspot Sparkassen Handballcup 2017

Lemgo erster Finalist des Sparkassen-Handballcups

Erwin FeuchtmannDer TBV Lemgo ist als erste Mannschaft in das Finale des Sparkassen-Handballcups eingezogen. Vor 750 Zuschauern in der Stadtsporthalle Melsungen setzte sich der Bundesligist am Samstag im Halbfinale gegen den HSC Coburg mit 29:36 (9:18) durch. Den Grundstein für den Sieg legten die Lemgoer in der ersten Halbzeit durch eine kompakte 6:0-Defensive, wodurch häufige Tempogegenstöße resultierten. Im zweiten Halbfinale (Anpfiff 19.30 Uhr) trifft die MT Melsungen auf Hannover-Burgdorf.

 

Einen Rückschlag musste Coburg bereits vor der Partie hinnehmen. Jiri Vitek hatte eine Nasenbeinfraktur erlitten und musste deshalb geschont werden. Sonderapplaus gab es währenddessen vor dem Anpfiff bei der Begrüßung für den Lemgoer Jonathan Stenbäcken (ehemals Melsungen). Coburgs Trainer Jan Gorr sagte im Vorfeld der Begegnung, dass das Zusammenspiel im Rückraum mit den drei Neuzugängen bereits "erfreulich gut laufe".

Allerdings erwischte der TBV Lemgo den besseren Start, Neuzugang Tom Skroblien erzielte nach der dritten Minute die 2:0-Führung. Coburg holte den Rückstand zunächst schnell wieder auf: Ein Treffer von Romas Kirvelacius aus dem linken Rückraum und ein anschließender Gegenstoß von Florian Billek egalisierte den Spielstand. Dennoch ging der TBV Lemgo wieder in Front, auch weil die 6:0-Defensive kompakt stand und Coburg nur selten gegen die Deckung ankam. In der 15. Spielminute fand der ehemalige Bundesligaprofi Adnan Harmandic jedoch die Lücke und verkürzte aus Coburger Sicht auf 7:8.

Trotzdem rannte der HSC Coburg des Öfteren vergeblich an, vor allem weil die Fehlerquote im Abschluss zu hoch war. So konnte sich der TBV wieder auf drei Treffer absetzen. Beide Mannschaften wechselten nun jeweils durch: Bei Lemgo kamen Marcel Niemeyer, Andrej Kogut und Max Höning. Coburg wechselte Steffen Coßbau, Till Riehn und Matthias Gerlich ein. Letzterer hatte per Siebenmeter die Chance auf zwei Tore zu verkürzen, doch Nils Dressrüsse vereitelte diesen. Im direkten Gegenzug erhöhte Marcel Niemeyer auf 12:8 für Lemgo (21.).

Gerlich rückte derweil auf die rechte Rückraumposition, um Girts Lilienfelds nach dem Ausfall von Jiri Vitek zu entlasten. Doch weiterhin fanden die Coburger kein Durchkommen durch die starke Lemgoer Abwehr und mussten schlechte Würfe nehmen. Kurz darauf wurde der Zweitligist wieder mit einem Gegenstoß bestraft, Tom Skroblien erhöhte den Vorsprung nach 26 Minuten auf 15:8, welcher bis zur Halbzeit sogar noch ausgebaut wurde.

Nach der Halbzeitpause wechselten beide Teams die Torhüter. Trainer Jan Gorr hatte seiner Mannschaften neue Instruktionen gegeben, wodurch Coburg etwas besser in die Begegnung fand und den Rückstand verkürzen konnte. Coburg ging vor allem vermehrt in die Schnittstellen. Die Folge  daraus resultierte im Ergebnis, als die Oberfranken nach 46 Minuten auf 20:26 herankamen, auch weil Lemgo einen Gang zurückschaltete und weniger konzentriert zu Werke ging. Gekontert wurde die kurze Aufholjagd allerdings von einem sehenswerten Hüftwurf von Erwin Feuchtmann.

Lemgo-Trainer Florian Kehrmann verlangte unterdessen einen ruhigen Spielaufbau, nachdem Felix Hendrich einen Konter von Coburg parierte. Dessen Worte fanden Gehör, der TBV kam zurück in die Spur, knüpfte wieder an die gute Leistung aus der ersten Halbzeit an und verwaltete den Vorsprung. Fünf Minuten vor dem Ende sorgte Haenen mit dem erfolgreichen Siebenmeter zum 32:25 bereits für die vorzeitige Entscheidung.

HSC Coburg: Kirveliavicius 5, Lilienfelds 3, Harmandic 4, Kelm 1, Gerlich 6, Coßbau 4, Billek 4, Riehn 1, Wucherpfennig 1

TBV Lemgo: M. Niemeyer 6, Mansson 2, Feuchtmann 5, Kogut 4, Hermann 3, Skroblien 5, Haenen 6, Höning 5

Zuschauer: 750

 

Foto: Angela Grewe

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