14 | 12 | 2018
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Magdeburg gewinnt Sparkassen-Handballcup

Zeljko Musa überwindet Johan Sjöstrand - Foto: Angela Grewe

MT Melsungen - SC Magdeburg 28:30 (15:14)

Der SC Magdeburg hat den Sparkassen-Handballcup mit einem 30:28-Sieg über die MT Melsungen gewonnen. Matthias Musche mit elf Toren und Robert Weber mit neun Toren waren die erfolgreichsten Torschützen des SCM, bei Melsungen trafen Lasse Mikkelsen und Simon Birkefeldt je fünfmal.

 Im Kampf um die Torjägerwertung hatte Christoph Steinert mit zehn Toren gegen Leipzig vorgelegt und sein Konto auf 26 Turniertreffer ausgebaut, der vor dem Spieltag gleichauf liegende Matthias Musche musste für den Sieg also auch zweistellig treffern. Der Linksaußen legte gleich mit einem verwandelten Siebenmeter los, vergab aber dann die zweite Chance vom Strich. Auch Melsungen setzte aus dieser Position seinen Auftakttreffer durch Mikkelsen - ein deutliches Zeichen für die Konsequenz mit der die beiden Abwehrreihen agierten. 

Christian O´Sullivan sollte immerhin nach fünf Minuten der erste Feldtreffer gelingen. Torarm war es zu Beginn auch, weil sowohl Dario Quenstedt wie auch Nejbosa Simic ihre ersten Paraden für sich veruchen konnten. Magdeburg schaffte es eine Zwei-Tore-Führung zu etablieren, doch Melsungen schaffte immer wieder auch den Anschlusstreffer. Als Robert Weber dann vom rechten Flügel verzog, konnte Mikkelsen vom Strich zum 6:6 (13.) wieder alles auf Anfang stellen. 

Magdeburg legte aber direkt wieder nach, Musche bereits mit seinem fünften Treffer und Robert Weber bei einem Nachwurf holten den alten Vorsprung wieder heraus und sorgten dafür, dass MT-Trainer Heiko Grimm nach einer Viertelstunde erstmals mit einer Auszeit nachjustierte. Bei den Nordhessen nahm Neuzugang Simon Birkefeldt nun Fahrt auf, der mit einer Balleroberung in der Abwehr den 11:11-Ausgleich durch Fin Backs ermöglichte. 

Magdeburg konnte sich neben Musche auch auf O´Sullivan und Weber verlassen, scheiterte aber nun zunehmend an Simic. Auf der Gegenseite stellte allerdings auch Quensteedt weiterhin seine Klasse unter Beweis und bewahrte sein Team so zunächst vor einem möglichen Rückstand. Als Philipp Müller dann aber aus dem Rückraum zum 13:12 (27.) traf, war auch der SCM-Keeper machtlos und mit einem 15:14 wurden die Seiten gewechselt.

Mit dem Start in die zweite Halbzeit wechselten beide Trainer zwischen den Pfosten, doch auch Jannick Green wie auch Johan Sjöstrand mussten den ersten Wurf auf ihr Tor noch pasieren lassen. Dann aber war der SCM-Schlussmann zweimal zur Stelle, seine Siebenmeterparade gegen Lasse Mikkelsen gab seinem Team die Chance die Führung zurückzuerobern. Doch auf der Gegenseite nahm Sjöstrand dann auch Musche einen Wurf vom Strich weg.

Bei Melsungen bekam - wie auch schon in den vergangenen Tagen - auch Abwehrchef Finn Lemke seine Einsatzzeit in der Offensive. Zudem setzte Heiko Grimm zudem nun auf eine 5:1-Abwehrformation mit Marino Maric auf der Spitze. Magdeburgs einziger Neuzugang glänzte vor allem als Anspieler, seine Pässe auf Musa und Weber ließen Magdeburg wieder in Führung (17:18) gehen. An der Ausgeglichenheit dieses Finales änderte das aber nichts, rund zwanzig Minuten vor dem Ende war noch keine Tendenz erkennbar. 

Auch der Kampf um die Torjägerkrone sollte sich zuspitzen, nachdem Matthias Musche mit einem Doppelpack zum 20:22 (45.) stellte, fehlte dem Linksaußen zum Gleichstand nur mit Christoph Steinert nur noch ein Treffer und den erzielte er wenig später beim 21:23. Als Weber wenig später gar auf drei Tore erhöhte und sich Magdeburg sogar schon die Chance auf eine Vier-Tore-Führung erarbeitet hatte, wo allerdings der Siebenmeter von O'Sullivan am Tor vorbei ging, musste Heiko Grimm dreizehn Minuten vor dem Ende mit einer Auszeit gegensteuern. 

Marino Maric mit spektakulärem Einsatz am Kreis beendete Melsungens Torflaute, auf der Gegenseite hielt aber Robert Weber mit Nervenstärke vom Strich das Polster. Die Intensität war hoch, die Gemüter erhitzten sich bei Spielern und Betreuern auf beiden Seiten auch immer mehr, so dass auch das eine oder andere Wortgefecht zur Spielverzögerung führte. 

Melsungen ließ sich auch vom zwischenzeitlichen 23:27 (53.) nicht aus der Ruhe bringen und kämpfte verbissen um den Anschluss. Und dieser gelang dann Tobias Reichmann rund dreieinhalb Minuten vor dem Ende per Siebenmeter zum 27:28.  Mit einem Tor Vorsprung ging es dann auch in die Schlussminute, Gleb Kalarasch holte einen Siebenmeter heraus und Robert Weber blieb im Duell mit Johan Sjöstrand Sieger und sicherte Magdeburg so den Titelgewinn.

MT Melsungen - SC Magdeburg 28:30 (15:14)

Melsungen: Sjöstrand, Simic
Maric 3, Lemke 1, Reichmann 3, Ignatow 2, Kunkel 1, Mikkelsen 5, Danner 1, P. Müller 3, Schneider 2, Backs 1, Birkefeldt 5, M. Müller 1, Pavlovic

Magdeburg: Green, Quenstedt
Musa 1, Chrapkowski, Musche 11, Kluge, Petterson, de la Pena, Molina, Christiansen 2, Lagergren 1, O´Sullivan 4, Bezjak 2, Weber 9, Kalarasch, Damgaard

 

Bester Torschütze: Matthias Musche (SC Magdeburg, 27 Tore)
Wertvollster Spieler: Christian O´Sullivan (SC Magdeburg)
Bester Torhüter: Nejbosa Simic (MT Melsungen)

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