23 | 05 | 2018
FFH - Sparkassen-Handballcup 2017

Funkspot Sparkassen Handballcup 2017

Magdeburg erreicht Finale nach hartem Kampf

Marko Bezjak

Was für ein packendes erstes Halbfinale beim Sparkassen-Handballcup. In der Melsunger Stadtsporthalle verlangte der Zweitligist ThSV Eisenach dem SC Magdeburg alles ab und musste sich dem Titelverteidiger am Ende denkbar knapp mit 30:32 (13:16) geschlagen geben. Die Elbestädter erreichen damit das Endspiel am morgigen Sonntag in der Göbel Hotels Arena zu Rotenburg an der Fulda, wo um 17 Uhr entweder die MT Melsungen oder der TBV Lemgo, die das zweite Halbfinale bestreiten, als Gegner warten.

Was für ein packendes erstes Halbfinale beim Sparkassen-Handballcup. In der Melsunger Stadtsporthalle verlangte der Zweitligist ThSV Eisenach dem SC Magdeburg alles ab und musste sich dem Titelverteidiger am Ende denkbar knapp mit 30:32 (13:16) geschlagen geben. Die Elbestädter erreichen damit das Endspiel am morgigen Sonntag in der Göbel Hotels Arena zu Rotenburg an der Fulda, wo um 17 Uhr entweder die MT Melsungen oder der TBV Lemgo, die das zweite Halbfinale bestreiten, als Gegner warten.

Daniel Luther, der sich gestern mit seinen elf Treffern gegen den SCM in die Top 5 der Torschützenliste geworfen hatte, war der Auftakttreffer des ersten Halbfinals vorbehalten. Zuvor hatten allerdings schon Dario Quenstedt und Stanislaw Gorobtschuk ihr Können unter Beweis gestellt. Vor allem der Eisenacher Keeper war gut eingestellt und parierte früh dreimal gegen Österreicher Robert Weber. Es war wie schon am gestrigen Abend eine hart umkämpfte Partie, das 4:4 (10.) spiegelte die Leistung beider Mannschaften wider.

Dann aber begann das druckvolle Spiel des SCM, die Abwehr stand nun kompakter und auch Weber konnte die ersten Treffer setzen. Erst von der Strafwurfmarke, dann auch über den Gegenstoß. In der 15. Minute erzielte der Linkshänder beim 8:6 seinen dritten Treffer .Auf der Gegenseite entnervte hingegen Quenstedt die Eisenacher Schützen mit seiner fünften Parade und schickte Grafenhorst steil zum 9:6.

ThSV-Coach Adalsteinn Eyjolfsson nahm die Auszeit und schickte Rene Villadsen zwischen die Pfosten. Die nun aggressivere Deckung zeigte Wirkung, auch die Thüringer kamen nun ins kontern und Wöhler glich zum 10:10 (22.) aus. Eisenach konnte die Partie nun offen gestalten, doch Magdeburg agierte abgeklärter im Abschluss. Ein Doppelschlag von Tomasz Gebala sorgte dann doch noch für die beruhigende 16:13-Pausenführung.

Doch nach dem Seitenwechsel kam der ThSV besser aus der Kabine. Dank der Paraden von Villadsen konnten die Wartburgstädter schnell beim 17:17 ausgleichen. Doch die Elbestädter fingen sich, Nationalspieler Michael Haaß und Matthias Musche mit einer spektakulären Flugeinlage sorgten mit ihren Treffern für Beruhigung. Der Zweitligist stellte nun die Deckung um und probierte eine 5:1-Formation aus, doch der SCM fand auch hier zunächst noch die richtigen Lösungen.

Doch dann ging es Schlag auf Schlag, Eisenach gelangen nun die Balleroberungen, Elisson schaffte den erneuten Ausgleich zum 20:20 und Gegenstöße von Nicolai Hansen und erneut Elisson gar den SCM mit zwei Toren (20:22) in die Rücklage. Dann allerdings ein kleiner Schock für die Wartburgstädter, Christoph Stölzner musste nach einem Zweikampf humpelnd das Parkett verlassen.

Die Verletzungspause hatte den Lauf der Thüringer unterbrochen, Magdeburg fand hingegen zurück in die Spur und Fabian van Olphen sowie Espen Lie Hansen sorgten für das 25:24 (45.). Es zeichnete sich bislang noch keine Tendenz ab, doch Magdeburg war nun wieder besser im Spiel und konnte seine Abgeklärtheit erneut ausspielen. Webers Gegenstoß zum 29:26 (51.) erzwang dann erneut eine Auszeit des ThSV.

Nun sollte Hannes Jon Jonsson das Spiel lenken und vor allem mit Anspielen an den Kreis klare Torchancen kreieren. Doch die 6:0-Abwehr des SCM ließ dem Isländer dafür nicht den notwendigen Spielraum. Magdeburg konnte den Vorsprung verwalten und blieb zunächst weiter mit drei Toren vorne. Spannung dann noch einmal kurz vor dem Ende, als Michael Haaß für zwei Minuten die Strafbank drückte.

Eisenach hatte die Chance zum Anschlusstreffer, doch Robert Weber sprintete in einen Pass hinein und Bezjak sorgte dann mit dem 31:28 für die Entscheidung. Der ThSV setzte zwar noch einmal alles auf eine Karte und ließ Wöhler vorgezogen stören. Der SCM zeigte Nerven, der zurückgekehrte Gorobtschuk parierte und die Thüringer sollten tatsächlich noch einmal den Anschluss herstellen. Magdeburgs Coach Geir Sveinsson nahm neun Sekunden vor dem Ende eine letzte Auszeit und Robert Weber machte dann mit dem Treffer zum 32:30 den Finaleinzug perfekt und holte sich durch das 30. Turniertor die Führung in der Torschützenwertung vom Leipziger Philipp Weber zurück.

 

SC Magdeburg – ThSV Eisenach 32:30 (16:13)

 

Magdeburg: Ambrosius, Quenstedt

Rojewski 5, Musche 2, van Olphen 4, Natek 1, Grafenhorst 2, Haaß 1, Bezjak 2, M. Gebala, T. Gebala 3, Weber 5, Saul, Sohmann, Jurecki 2, Lie Hansen 5

 

Eisenach: Villadsen, Gorobtschuk

Elisson 4, Wöhler 1, Jonsson 6, Luther 3, Schliedermann 1, Stölzner 3, Hansen 3, Heinemann 3, Lilienfelds, Koloper 5, Rahn, Seifert 1

 

Schiedsrichter: Hörath/Hofmann

Testimonial 2017