Jürgen Dietrich (Sparkasse Hersfeld-Rotenburg), Finn Lemke und Diana Birkel (Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen) - Yvette Kunushevci


Die MT Melsungen hat zum dritten Mal den Sparkassen-Handballcup gewonnen. In der Neuauflage des Vorjahresfinals brachte erst das Siebenmeterwerfen die Entscheidung.

Nejbosa Simic wurde zum Matchwinner für die Nordhessen und anschließend zum besten Torhüter des Turniers ausgezeichnet. Die Torjägerwertung gewannen Matthias Musche und Bjarki Mar Elisson mit jeweils 18 Turniertoren. Als wertvollster Spieler wurde SCM-Regisseur Marko Bezjak geehrt.

Die MT Melsungen erzielte zwar die ersten beiden Treffer, Magdeburg konnte aber postwendend egalisieren. Beide Teams waren schnell auf Betriebstemperatur, Melsungen konnte vor allem über seine Rückraumspieler Kai Häfner, Finn Lemke, Lasse Mikkelsen und Julius Kühn in der Anfangsphase zum 5:3 (8.) die Tore setzen. Magdeburg hingegen suchte den Erfolg aus der Nahdistanz, kam so auch zu den ersten Siebenmetern. Den dritten beim Stand von 6:5 ließ Matthias Musche dann allerdings inklusive Nachwurf gegen Nejbosa Simic liegen.

Absetzen konnten sich die Nordhessen trotz einiger Möglichkeiten nach Magdeburger Fehlern nicht, auch Jannick Green stellte mit einigen Paraden seine Klasse unter Beweis und nahm den einen oder anderen hundertprozentigen weg. Minutenlang änderte sich nichts auf der Anzeigetafel, erst im Nachwurf konnte Pettersson zum 6:6 (18.) ausgleichen und Bezjak dann mit einem Steal den SCM sogar erstmals in die Vorlage bringen.

Heiko Grimm setzte mit Roman Sidorowicz und Timm Schneider neue personelle Impulse, aber auch nach einer Auszeit fanden die Bartenwetzer nur langsam wieder in die Spur zurück. Rückhalt war vor allem Keeper Simic, der mit seinen Paraden dafür sorgte, dass Sidorowcicz und Mikkelsen mit einem Doppelschlag zum 9:7 (25.) wieder die Führung zur MT holte.

Der SCM spielte zeitweise mit zwei Kreisläufern, dafür ohne Linkshänder im Rückraum. Aber auch mit dieser taktischen Variante bekam man die Melsunger Deckung nicht in Bewegung und Mikkelsen erhöhte auf drei Tore (11:8). Defensiv sorgte auch eine offensive Deckung gegen Kai Häfner dafür, dass Melsungen zur Halbzeit nur mit 11:10 vorne lag.

Gleich zum Beginn der zweiten Halbzeit ließ Tim Hornke eine gute Chance zum Ausgleich liegen und so war es Tobias Reichmann, der wenig später zum 12:10 (33.) konterte. Torgefährlich im Umschaltspiel war vor allem Nationalspieler Finn Lemke, der beim 14:10 (37.) schon seinen fünften Treffer setzte, ehe dann SCM-Neuzugang Filip Kuzmanovski den elften Treffer für seine Farben setzte.

Als jedoch Felix Danner vom Kreis zum 16:11 (40.) traf, musste Bennet Wiegert mit einer Auszeit gegensteuern. Den schönsten Treffer der Partie setzte hingegen Lukas Mertens nach Kempa-Anspiel von Geburtstagskind Tim Hornke beim 17:13 (44.). Melsungen verpasste es den Sack frühzeitig zuzumachen, Magdeburg witterte nach dem sechsten Tor von Matthias Musche zum 19:17 (54.) noch einmal Morgenluft.

Neuzugang Christoph Steinert trat danach gleich doppelt in Erscheinung, der Linkshänder sorgte erst für den Anschlusstreffer und hatte dann sogar per Gegenstoß den Ausgleich auf der Hand. Einmal mehr verhinderte Simic den Einschlag im Melsunger Gehäuse. So konnte dann wenig später Timm Schneider mit einem kraftvollen Durchbruch zum 20:18 (57.) die Nerven der Nordhessen beruhigen.

Entschieden war das Finale aber noch nicht, zwei Siebenmetertreffer von Matthias Musche und eine Parade von Janick Green sorgten für eine packende Schlussminute beim Stand von 20:20, die Melsungen mit Ballbeseitz und Unterzahl bestehen musste. Kai Häfner hielt Melsungen mit einem spektakulären Hüftwurf in der Vorlage und Mageburg blieben nach einer Auszeit noch vierzehn Sekunden für den Ausgleichstreffer. Magdeburg brachte Tim Hornke auf der rechten Außenbahn in Stellung und der traf aus spitzem Winkel zum 21:21-Unentschieden.

Die Entscheidung musste nun im Siebenmeterwerfen fallen und zunächst hatten von beiden Teams alle drei Schützen getroffen. Als Tobias Reichmann gegen Tobias Thulin nur die Latte traf, war Melsungen unter großem Druck. Nejbosa Simic war dann jedoch erst gegen Christoph Steinert und später auch gegen Christian O´Sullivan zur Stelle. Zwischendrin hatte Michael Allendorf für den finalen Treffer zum 25:24-Endstand erzielt.

MT Melsungen – SC Magdeburg 25:24 (21:21, 11:10) n. 7m

MT Melsungen: Sjöstrand, Simic
Maric 2, Kühn 3/1, Lemke 5, Reichmann 2, Ignatow 2/1, Kunkel, Mikkelsen 5/2, Danner 1, Schneider 1, Allendorf 1/1, Sidorowicz 1, Häfner 2, Salger, Pavlovic

SC Magdeburg: Thulin, Green
Musa 1, Chrapkowski 1, Bramsche, Musche 9/8, Steinert 1, Pettersson 3/1, Hornke 4/1, Kuzmanovski 3, Schmidt, Mertens 1, O´Sullivan, Bezjak 1, Lagergren, Damgaard


Sieger Sparkassen-Handballcup 2019: MT Melsungen - Yvette Kunushevci
Sieger Sparkassen-Handballcup 2019: MT Melsungen - Yvette Kunushevci

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